Am 25. und 26. September 2026 leitete Dr. Alekszandra Rokvity den internationalen Online-Workshop Inclusive Voices in Endometriosis: A Collaborative Workshop for Content Creators. Der Workshop brachte Endometriose-Content-Creator aus dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Österreich, Ungarn, Bulgarien, Griechenland und Südafrika zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und über die Herausforderungen und Ungleichheiten zu reflektieren, die digitale Räume rund um Endometriose prägen.
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie soziale Medien die Sichtbarkeit und Anerkennung unterschiedlicher Erfahrungen und Wissensformen im Zusammenhang mit Endometriose beeinflussen. Thematisiert wurden unter anderem Barrierefreiheit und Repräsentation, algorithmische Verzerrungen, die Realität der Erstellung gesundheitsbezogener Inhalte im Internet sowie die unbezahlte, emotionale und epistemische Arbeit von Patient:innen und Content-Creator. Das Programm umfasste moderierte Diskussionen, gemeinsame Übungen und Think-Tank-Sessions.
Drei Gastrednerinnen brachten zusätzliche Perspektiven in den Workshop ein: Emma Shapiro sprach über die digitale Darstellung geschlechtsspezifischer Körper und algorithmische Verzerrungen; Hannah Parle thematisierte den Zusammenhang zwischen ADHS und Endometriose; und Neelam Heera-Shergill sprach über rassistische Verzerrungen in der Versorgung und Repräsentation von Endometriose. Ihre Beiträge eröffneten unterschiedliche Perspektiven darauf, wie digitale Plattformen, Gesundheitssysteme und gesellschaftliche Strukturen beeinflussen, wessen Erfahrungen und Wissen sichtbar und anerkannt werden.
Der Workshop ist Teil des laufenden Projekts ENDO//CONNECT: Disability, Endo Violence, and Inclusive Digital Care am CIRAC unter der Leitung von Dr. Rokvity. Das Projekt wird von der University of Leeds im Rahmen des INCLUDE+ Inclusive Digital Economy Network gefördert. Anfang September vertrat Dr. Rokvity ENDO//CONNECT außerdem bei der Veranstaltung Digital Equity IN+ Practice: Co-creating What Comes Next in Leeds. Die Veranstaltung brachte Projekte aus dem Bereich der digitalen Chancengleichheit zusammen, um gemeinsam über Co-Creation, Erfahrungen aus der Lebenswelt und die Zukunft inklusiver digitaler Praktiken zu reflektieren.
Das Projekt konnte außerdem die studentische Mitarbeiterin Cassey Abella begrüßen, die an der Gestaltung des aus dem Workshop hervorgehenden digitalen Berichts arbeiten wird. Der Bericht wird die im Rahmen des Workshops gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen zusammenführen und die Ergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich machen.