Welche gesellschaftlichen und organisationalen Bedingungen verhindern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen als Mitgestalter:innen von Forschung wahrzunehmen? Und was bedeutet der Leitsatz „Nichts über uns ohne uns“ konkret, wenn es um medizinethische Fragen geht? Diesen Fragen widmet sich die öffentliche Podiumsdiskussion „Nichts über uns ohne uns?“ Erfahrungen mit Co-Forschung in der Medizinethik. Sie findet statt am
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 17:00 Uhr
SZ 15.22, RESOWI-Zentrum, Universität Graz
Auf dem Podium diskutieren Mag.ᵃ Marianne Karner, Antonia Kranzelbinder, BA MA (Disability & Diversity Studies, CU Hochschule Kärnten), Dr.ⁱⁿ Alekszandra Rokvity (CIRAC, Universität Graz, und Europa-Beauftragte bei Endometriose Österreich) sowie Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Sigrid Graumann (Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe). Sie bringen Erfahrungen mit Co-Forschung aus persönlicher, wissenschaftlicher und praktischer Perspektive ein. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr.ⁱⁿ Anna-Christina Kainradl (CIRAC, Universität Graz) und PD Dr.ⁱⁿ Merle Weßel (Stabsstelle Diversity, Stadt Hannover).
Die Podiumsdiskussion ist Teil des zweitägigen Workshops „Ethik, Behinderungen und chronische Erkrankungen: Perspektiven im Dialog“ der AEM-Arbeitsgruppe (15.–16. Oktober 2026). Der Workshop widmet sich ethischen Fragen rund um Behinderung und chronische Erkrankung aus inter- und transdisziplinärer Perspektive und stellt die Erfahrungen der Betroffenen und ihrer An- und Zugehörigen in den Mittelpunkt. Perspektiven aus Medizinethik, Disability Studies und weiteren Forschungsfeldern treten dabei mit Perspektiven aus Praxis und Selbstvertretung in Dialog, etwa zu Fragen des Zugangs zur Gesundheitsversorgung, der gesellschaftlichen Teilhabe sowie der Möglichkeiten und Herausforderungen partizipativer Forschung. Das Programm umfasst Vorträge, parallele Kleingruppenarbeiten und ein abschließendes Forum.
Wir freuen uns auf einen offenen Austausch und laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Bei Fragen zur Zugänglichkeit oder weiteren Bedarfen wenden Sie sich bitte an Anna Kainradl (anna.kainradl(at)uni-graz.at, +43 (0)316 380 - 8205).
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